Septum Piercing: Zwischen Ausdruck und Eleganz – Der umfassende Guide für Stil und Pflege

Septum Piercing: Zwischen Ausdruck und Eleganz – Der umfassende Guide für Stil und Pflege

Septum Piercing: Der vielseitige Trend zwischen Rebellion und Eleganz

Das Septum Piercing hat sich in den letzten Jahren von einem Nischen-Accessoire der Subkultur zu einem vielseitigen Schmucktrend entwickelt, der sowohl rebellische als auch elegante Facetten vereint. Ob als Ausdruck individueller Freiheit, modisches Statement oder spirituelles Symbol – das Piercing durch die Nasenscheidewand ist heute in vielen Stilwelten angekommen. Doch bevor Sie sich für ein Septum Piercing entscheiden, sollten Sie einige wichtige Aspekte kennen: den Schmerz, die optimale Stichstelle, die große Vielfalt an Schmuck, Möglichkeiten zur diskreten Versteckung und die richtige Pflege. Dieser Guide bietet Ihnen einen umfassenden Überblick.

Septum stechen: Was Sie über Schmerzen und die “Sweet Spot”-Stelle wissen müssen

Das Septum Piercing wird durch die dünne Knorpelplatte gestochen, die die beiden Nasenlöcher voneinander trennt. Diese Stelle wird auch als “Columella” bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Nasenpiercings, die durch den Nasenflügel gehen, ist das Septum Piercing zentral und symmetrisch.

Der Schmerzfaktor:

Viele Interessenten fragen sich, wie schmerzhaft das Septum Piercing ist. Die Antwort ist individuell, aber einige allgemeine Erfahrungen lassen sich zusammenfassen:

  • Der Stich selbst: Der Schmerz wird oft als kurzer, intensiver, aber gut erträglicher Stich beschrieben. Er ist vergleichbar mit einem kräftigen Nadelstich oder einem schnellen Druck.
  • Die “Sweet Spot”-Stelle: Der ideale Punkt für das Septum Piercing liegt im sogenannten “Sweet Spot” – einem kleinen Bereich aus weichem Gewebe direkt unter dem Knorpel, nahe der Nasenscheidewand. Hier ist die Haut dünn und gut durchblutet, was den Schmerz reduziert und die Heilung fördert.
  • Knorpel vs. Weichgewebe: Wird zu hoch durch den Knorpel gestochen, ist der Schmerz intensiver und die Heilung schwieriger. Ein erfahrener Piercer trifft den Sweet Spot, um Schmerzen und Komplikationen zu minimieren.
  • Nach dem Stechen: Ein leichtes Brennen und Druckgefühl ist normal, das Piercing kann für einige Tage empfindlich sein.

Tipps zur Schmerzlinderung:

  • Entspannen Sie sich vor dem Stechen, tiefe Atemzüge helfen
  • Vermeiden Sie Koffein und Alkohol vor dem Termin
  • Wählen Sie einen erfahrenen Piercer mit gutem Ruf
  • Nach dem Stechen können kalte Kompressen Schwellungen lindern

Schmuck-Vielfalt: Clicker, Hufeisen (Horseshoes) und Segmentringe

Die Auswahl des richtigen Schmucks ist entscheidend für Komfort, Heilung und Stil. Beim Septum Piercing gibt es eine breite Palette an Schmuckarten, die unterschiedliche Looks und Tragegefühle ermöglichen.

Clicker:

  • Ein Clicker ist ein ringförmiges Schmuckstück mit einem kleinen Scharnier, das das Öffnen und Schließen erleichtert.
  • Vorteil: Einfaches Einsetzen und Entfernen, besonders für Anfänger.
  • Optik: Elegant, minimalistisch, oft mit kleinen Verzierungen oder Kristallen.
  • Material: Meist Titan, Edelstahl oder Gold.

Hufeisen (Horseshoes):

  • Ein offener Ring mit zwei Kugeln an den Enden, der an ein Hufeisen erinnert.
  • Vorteil: Flexibel, leicht zu wechseln, klassischer Look.
  • Optik: Sportlich, robust, oft in mattem oder glänzendem Finish.
  • Material: Edelstahl, Titan, manchmal vergoldet.

Segmentringe:

  • Ein geschlossener Ring mit einem herausnehmbaren Segment, das das Einsetzen erleichtert.
  • Vorteil: Sehr sicher, sitzt fest.
  • Optik: Schlicht bis auffällig, je nach Dicke und Verzierung.
  • Material: Hochwertiger Edelstahl, Titan, Gold.

Materialien für empfindliche Nasenschleimhäute:

  • Titan G23: Biokompatibel, hypoallergen, ideal für frische Piercings.
  • Chirurgischer Edelstahl 316L: Gängig, aber kann bei Nickelallergikern problematisch sein.
  • Niobium: Alternative zu Titan, ebenfalls hypoallergen.
  • Gold (14K+): Für ausgeheilte Piercings, luxuriös, aber teurer.
  • Bioplast/PTFE: Flexibel, gut für Allergiker, aber weniger stabil.

Die Wahl des Materials beeinflusst die Heilung maßgeblich. Für das initiale Piercing empfehlen Experten Titan oder Niobium.

Den Schmuck verstecken: So nutzen Sie einen Septum-Retainer für das Büro

Ein großer Vorteil des Septum Piercings ist die Möglichkeit, den Schmuck bei Bedarf diskret zu verstecken – zum Beispiel im Büro oder bei formellen Anlässen.

Septum-Retainer:

  • Ein Retainer ist ein kleiner, dünner, meist transparenter oder hautfarbener Stab, der das Piercing offen hält, ohne sichtbar zu sein.
  • Er wird anstelle des normalen Schmucks eingesetzt und sitzt eng an der Nasenscheidewand.
  • Vorteil: Sie können den Look jederzeit wechseln, ohne das Piercing zu schließen.
  • Material: Meist Bioplast oder PTFE, um Allergien zu vermeiden.

Tipps für den Einsatz:

  • Wechseln Sie den Schmuck nur, wenn das Piercing vollständig verheilt ist (mindestens 6 Monate).
  • Reinigen Sie den Retainer regelmäßig, um Geruchsbildung zu vermeiden.
  • Achten Sie auf die richtige Größe, damit der Retainer nicht verrutscht oder unangenehm drückt.

Alternative Versteckmethoden:

  • Schmuck mit flachem Profil wählen.
  • Dezente, kleine Ringe oder Stecker.
  • Schmuck mit neutraler Farbe (z.B. schwarzer Titan).

Pflege und Vermeidung von unangenehmen Gerüchen am Piercing

Die richtige Pflege ist das A und O für eine schnelle Heilung und ein angenehmes Tragegefühl. Besonders bei Nasenpiercings kann es durch die Nähe zur Atemluft und Schleimhäuten zu Geruchsbildung kommen, wenn die Hygiene vernachlässigt wird.

Grundregeln der Pflege:

  • Reinigung: Zweimal täglich mit steriler Kochsalzlösung reinigen. Vermeiden Sie aggressive Desinfektionsmittel wie Alkohol oder Wasserstoffperoxid.
  • Nicht berühren: Berühren Sie das Piercing nur mit sauberen Händen, um Infektionen zu vermeiden.
  • Keine Manipulation: Drehen oder bewegen Sie den Schmuck nicht unnötig.
  • Vermeiden Sie Make-up und Cremes: Diese können in das Piercing gelangen und Irritationen verursachen.
  • Achten Sie auf Symptome: Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Ausfluss können Anzeichen einer Infektion sein.

Geruchsvermeidung:

  • Regelmäßige Reinigung: Entfernen Sie abgestorbene Hautzellen und Sekrete, die Gerüche verursachen können.
  • Luftzirkulation: Vermeiden Sie enge Kleidung oder Masken, die das Piercing abdecken und Feuchtigkeit stauen.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Heilung und kann unangenehme Körpergerüche reduzieren.
  • Professionelle Hilfe: Bei anhaltenden Gerüchen oder Entzündungen suchen Sie einen Piercer oder Arzt auf.

Zusätzliche Tipps:

  • Verwenden Sie keine Wattestäbchen, da diese Fasern hinterlassen können.
  • Spülen Sie das Piercing nach dem Essen oder Trinken mit Wasser.
  • Vermeiden Sie Rauchen und Alkohol während der Heilung.